Migräne
oder Spannungs-Kopfschmerzen?

Habe ich eigentlich Migräne oder Spannungs-Kopfschmerzen?

 

Manchmal ist es wirklich schwierig, die Frage  Migräne  oder  Spannungs-Kopfschmerzen  genau zu beantworten. Das liegt einerseits daran, dass beide Kopfschmerzformen oft nebeneinander existieren.

Das heißt, man hat mehr oder weniger andauernd Kopfschmerzen und echte Anfälle kommen dann noch dazu. Im Anfall nehmen die Schmerzen plötzlich stark zu und befallen Augen und Schläfen zusätzlich zu den Stirnschmerzen, die vorher schon da waren. Hinzu kommen noch Sehstörungen, Licht- und Lärmscheu oder Übelkeit, eventuell mit Erbrechen. Manchmal berichten Patienten von mehr oder weniger starken Kopf- und Nackenschmerzen, deren Intensität nicht anfallsartig zunimmt, die jedoch mit Übelkeit und Sehstörungen wie bei Migräne einhergehen.

Die internationale Klassifikation teilt Kopfschmerzen anhand ihres Erscheinungsbildes sowie nach Art, Umfang und Dauer ihrer Begleitsymptome ein. Da sich bei vielen Betroffenen im Laufe der Zeit die Erscheinungsformen ihrer Kopfschmerzen zuneh-mend verwischen mit wechselnden Ausprägungen und gleitenden Übergängen, ist eine genaue Diagnose Migräne oder Spannungs-Kopfschmerzen nach den Vorgaben der Internationalen Klassifikation manchmal wirklich sehr schwierig.

 

 

 

Behandeln Sie Migräne und Spannungs-Kopfschmerzen unterschiedlich?

 

Im Prinzip ja, jedoch wird bei allen Patienten mit Mischformen von Migräne und Spannungskopfschmerzen vorrangig die Migräne-Komponente behandelt. Dabei kann man häufig beobachten, dass im Behandlungs­verlauf auch die Spannungs-Kopf-schmerzen deutlich nachlassen bzw. ganz verschwinden.

 

Sollte sich jedoch herausstellen, dass die Spannungs-Kopfschmerzen hartnäckiger sind als zunächst erwartet, muss nach weiteren Störquellen gefahndet werden. Dabei entdeckt man die Probleme nicht selten in der unteren Lendenwirbelsäule am Über-gang zum Kreuzbein, am sogenannten lumbosakralen Übergang.

 

Lendenwirbelsäule – genauer gesagt Beckengürtel – und Schulter haben enge musku-läre und neuro­-anatomische  Beziehungen  mit der Folge gegenseitiger, auch patho-logischer Beeinflussung. Wenn der lumbosakrale Übergang mitbehandelt wird, hat man die Spannungskopf-Schmerzen oft sehr schnell im Griff. Damit wird zugleich auch noch sichergestellt, dass die Migräne nicht mehr von der Schulter aus durch pathologische Aktivität des Schulterblattheber-Muskels getriggert werden kann. Deshalb ist es dop-pelt wichtig, die Störquelle Lendenwirbelsäule rechtzeitig auszuschalten.

 

Im Bestseller  "Nie wieder Migräne"  sind diese Zusammen­hänge genauer beschrieben.

 

 

 

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